2004-Korsika

 

2004

Ja, der Trip nach KORSIKA 2004 war spektakulär…

Ein kurzer Umriss

3 Mann, 3 Bikes, 10 Tage, gute 4000 km, 6 Länder,
1x Regen, 1x Baden, 2 klitzekleine Pannen,
aber keine Aus- oder Unfälle auf der gesamten Tour.

1.Tag

Wir. Michael (MEausK), Jörg (malersobie) und Frank (trudero112)
trafen uns kurz hinter dem Kreuz Meckenheim an der A61.
Unplanmässig gab es die erste Panne schon bevor es überhaupt los ging.
Verspätung ca. 1,5 Std.
Scheiß drauf. Wir haben uns getroffen und ab ging die gemeinsame Reise!
Wir spulten die geplanten Kilometer ab, als wenn das ein tägliches Ritual wäre.
A1- A61-A65-A5.. upps, plötzlich waren wir in Stans/ CH… 600km geschafft.
Die Gegend ist atemberaubend,
entlang am „Vierwaldstädter See“ zu biken ist schon geil.
In Stans war unser erster Übernachtungs-Stop,
verbunden mit einem Treffen mit „Scheu“…
einem schweizerischen Member des Intruderforums.
Es wurde ein sehr netter, feuchter und langer Abend.

2.Tag

OK. Am nächsten Tag ging es weiter.
Der „Gotthardtpass“ war noch… oder wieder gesperrt.
Jedenfalls mussten wir durch den 17km langen Tunnel.
Wir sind uns einig: Nie wieder, wenn es anders geht.
Noch nie habe ich mich beim Biken so unwohl gefühlt…
Nun, den Gotthardtunnel hatten wir also hinter uns und fuhren
noch ein paar Kilometer bis nach Bellinzona (CH).
Da verließen wir die Autobahn, begaben uns auf die Staatsstraße Richtung „Lago Maggiore“.
An einer Tankstelle fütterten wir die Truden und
entledigten uns der Multifunktionsunterwäsche und der Lederklamotten.
Weiter ging’s in Shorts und T-shirt bei 33°
Am Lago angekommen fuhren wir von Nord bis Süd am Ostufer hinunter.
Unterwegs gab’s ne Pizzapause… lecker.
Am Ende des Sees setzen wir uns wieder auf die Autobahn
und fuhren so bis kurz neben Genua (I).
Von da aus ging es immer schön am Wasser entlang die Staatsstraße bis Savona (I) .
Die Fähre stand schon bereit.
So holten wir nur schnell die vorbestellten Tickets und Bier 😉
Abfahrt 23:00 Uhr
Das Abendbrot war recht teuer und gerade so genießbar.
In der gebuchten Koje gabs dann n Whisky für jeden!
Als Tipp: Kabine buchen, ist schöner, bequemer und stilvoller 😉

3.Tag

Ankunft der Fähre in Bastia (F)… ja wir sind auf Korsika!
Runter und schnell ein Frühstückslokal gesucht… und gefunden.
Nach der Stärkung mit Milchkaffee und Croissants ging es schief mal schräg
durch Korsika bis nach Tiuccia (F), genauer zum Camping U Sommalu .
Die Strecke ist eigentlich Pipifax, gerademal 150km,
aber bei den Straßen auf Korsika benötigten wir doch glatt 3 Stunden dafür.
es gibt etliche Kurven, teilweise eng und hoch und runter sowieso.
Auch der Zustand ist mitunter… hmm… für uns gerade so fahrbar.
Na ja, endlich waren wir auf dem Campingplatz.
Hier hatten wir einen Bungalow für unseren Aufenthalt gemietet.
Eine sehr ruhige Lage, der Strand zu Fuß zu erreichen und kaum Betrieb.
Herrlich. Ein Grill gehört zu Grundausstattung 😉
Nun noch paar Grundnahrungsmittel versorgen,
die Gegend vor Ort erkunden und den Tag schön ausklingen lassen.
Sonnenuntergang am Meer… welches doch noch sehr kalt war.

4.Tag

Der Bäcker kommt zum Campingplatz und bringt die Tags zuvor bestellten Sachen.
Lecker wenn ein Tag so beginnt. Ab sofort sind wir zu viert.
Eine der Campingplatzkatzen hat uns als Futterspender ausgesucht.
Frisch gestärkt wollen wir heute die Hauptstadt erkunden… Ajaccio.
Die Straße die uns in die Stadt bringt führt am Meer entlang und geht doch recht hoch hinauf.
In der Hauptstadt stellen wir die Motorräder auf den Gehweg und ketten sie gut an.
Man hört ja die tollsten Geschichten.
In Ajaccio gibt es eine Uni, das merkt man am Publikum… sehr jung.
Wir schlendern durch die viel befahrenen Straßen,
bummeln durch den Hafen und bestaunen diverse Händler mit exotischen Auslagen.
Kaufen wollten wir davon nix 😉
Einmal hier, besuchen wir auch den Sohn der Stadt, bzw. sein Denkmal: Napoleon.
Danach fuhren wir im Zick zach zurück nach Hause!

5.Tag

Frühstück im Kreise der Freunde.
Danach begaben wir uns auf eine kleine Inlandsreise.
Korsika ist wunderschön, die Straßen herrlich kurvig und ab und an etwas eng.
Um ehrlich zu sein, nicht gerade eine Paradestrecke für Chopper,
aber wir hatten um so mehr Laune daran! Fahrbar ist es allemal.
Unsere Truden scheuchten wir also ins Inselinnere, ab in die Berge.
Eigentlich ist es egal wohin man hier fährt, es ist überall gigantisch.
Schaut euch die Fotos an und ihr werdet mir glauben.
Wir entdeckten bildschöne Strecken, befuhren einen Pass,
danach ein Tal um wieder bergauf zu fahren.
Am Ende der wunderbaren Rundreise holten wir wieder Fleisch und paar Eselswürste…
… und Bier und Whisky 😉

6.Tag

Heute war ein Besuch in Bonifacio ganz im Süden geplant.
Da wir stets taten was wir planten machten wir uns auf den Weg.
Auch hier ging es langsamer als wir dachten,
aber nicht wegen Stau oder so, sondern wegen den Straßen und der Gegend.
Immer wieder hielten wir an um zu glotzen und zu fotografieren.
Angekommen in Bonifacio, einer Stadt am Felsen gebaut, buchten wir zur Erholung
eine kleine Schiffstour vor die Stadt. Hier gibt es tolle Sachen zu sehen…
Höhlen, Grotten und die Stadt wie sie am Felsen klebt.
In Bonifacio selbst ist es auch sehr schön,
wir unternahmen noch einen Rundgang um die Stadt herum.
Zurück ging es dann über Ajaccio, dort deckten wir uns mit Frischfleisch und Getränken ein.
Ein Abend an der Westküste Korsikas ist traumhaft.

7.Tag

Diesmal zieht es uns nach Norden.
Wir fahren direkt am Meer die Westküste hoch.
Vorbei und mitten durch durch schroffe Felsen in diversen
Gesteinsarten und Farben. Und immer das Meer im Blick… wunderbar.
Die Küstenstraße ist herrlich, das wissen auch andere Touris mit Wohnwagen etc. 🙁
Egal, wir mogeln uns vorbei und genießen das Flair, die Straßen, die Umgebung.
In einem kleinen Küstendorf machen wir Mittagsstop. Es gibt Fisch.
Danach gleiten wir abermals ab in das Landesinnere, hinein in die grünen Berge und Täler.
Man kann sich irgendwie gar nicht satt sehen.
Schade das es die Jugend nicht auf Korsika hält. Aber ohne Arbeit gibt’s kein Geld.
Ohne Geld kein vernünftiges Leben.
Traurig dass man deswegen sehr viele verlassene und verfallene Häuser und
sogar Ortschaften sieht. Das tut weh.
Aber leider geht auch diese Tour und dieser Tag zu Ende.

8.Tag

Unsere letzte Tagestour führt uns nach Corte.
Von da aus trudeln wir abermals durch Berge und Täler, durch Wald und Felder.
Wir befahren die Berge „Col de Sorba“ und „Col de Verde“.
Rauf… Runter… Links… Rechts.
Auch wenn ich mich wiederhole, biken auf Korsika ist mit das Schönste was es gibt.
Jeder sollte da hin, auch Chopper/ Cruiserfahrer.
Lasst euch von den Heizern nicht einreden es geht nicht… es geht sehr wohl!
Zum letzten Male zünden wir den Grill an und
auch unser vierbeiniger Freund bekommt einen Abschiedshappen.
Leicht wehmütig endet der letzte Tag auf dem Campingplatz.
Wir genießen den Abend und bereiten die Heimreise vor.

9.Tag

Hmm… jetzt müssen wir uns langsam auf die Heimreise machen.
Ziel heute ist wieder Bastia (F). Von dort geht die Fähre am Abend nach Savona (I).
Wir fahren also direkt von Tiuccia an die Ostküste Korsikas,
damit wir die auch mal kennen lernen.
Unterwegs sehen wir schöne, kalte, klare Bäche und tiefe Schluchten.
Schade das wir weg müssen.
Die Ostküste finden wir ziemlich unspektakulär… ist halt n Badestrand.
Wasser und Sand, nichts aufregendes.
Kurz vor Bastia knallen wir die letzetn Hohlräume unserer Taschen
mit Proviant für die Fährüberfahrt voll.
Bastia selbst ist voll mit Touris, kein Wunder, am Abend geht die Fähre Richtung Festland.
Wir vertreten uns die Beine in der Stadt, essen was und schiffen uns ein… auf die Fähre!
Im Dämmerlicht legt die Fähre ab,
wir verabschieden uns von Korsika und nehmen ein paar wundervolle Eindrücke mit.

10.Tag

Guten Morgen Italia.
Aber was ist das? Es regnet… das erste Mal… Mist.
Nun schnell die Mopeds raus aus dem Bauch der Fähre und am Rand die Regenkombis überstreifen.
Die anderen Biker machen selbiges.
Es ist morgens und wir haben beschlossen erst mal paar Kilometer zu machen.
An einer ital. Autobahntankstelle füllten wir die Tanks auf und
brachten unseren Kreislauf auf Hochtouren… Mocca in dem der Löffel steckte.
Putzmunter spulten wir nach ca. 30km im Regen ab, als der Himmel aufbrach und die Sonne erschien.
Trocken erreichen wir Turin. Aber hier verweilen wir nicht.
Unser Ziel ist Freiburg, also haben wir noch die ganze Schweiz vor uns.
Von Turin durch das Aostatal steuern wir den „Gran San Bernado“ an.
Trotz gigantischen Wetter und freien Straßen (auch der Pass, soweit wir sehen können)
ist die Passstrasse gesperrt. Lt. Einheimischen kamen in den letzten Jahren Schneeeinbrüche super schnell und überraschend, das Risiko will man nicht mehr eingehen… Schade für uns.
Gut, fahren wir durch den Tunnel, passieren Martigny (CH) und beschließen dann,
weil das Wetter so toll ist und wir gut in der zeit liegen,
dass wir von Aigle Richtung Thun fahren,
durch eine wunderbare Gegend… das Berner Oberland.
In Thun geht’s wieder auf die Autobahn. Wir reisen die Kilometer runter und
Deutschland kommt immer näher.
Thun… Bern… Basel… Grenze. Jetzt verlässt uns langsam die Lust und es dämmert.
In Neuenburg verlassen wir die Autobahn und suchen uns ein Hotel.
Glücklicherweise bekommen wir eine Garage und können die Moped gepackt lassen.
Abendessen gibt es nach einer Dusche auch noch, danach fallen wir ins Bett.

11.Tag

Unser allerletzter Tag beginnt mit einem gigantischen Frühstück.
Am Abend zuvor haben wir gar nicht bemerkt das zu dem Hotel eine Metzgerei gehört.
Dementsprechend reichhaltig und lecker war das Buffett.
Auch selbstgemachte Marmelade gehörte dazu.
Der Rest ist schnell erzählt:
Rauf auf die Autobahn und Heimreise nach Köln bzw. Engelskirchen.
Die Verabschiedung kurz vor dem Kreuz Meckenheim (A61) war leider nötig, aber doof.
Ich wollte nicht das es vorbei ist.
Tja, aber alles hat ein Ende!

Danke an Jörg und Frank für diese geile Woche. Wann wiederholen wir das? 😉

Na? Neugierig auf paar zum Text?

 

 

One Response to 2004-Korsika

  1. HansS says:

    Hallo Männer!
    Hab mir grad Euer „Korsika“ angeschaut, netter Bericht und tolle Fotos!
    Wir planen 2012 (Mai oder Juni) nach Korsika zu fahren und bin auf der Suche nach Tips und Ratschlägen zu Korsika.
    Wir waren letztes Jahr auf Sardinien und alle waren suuuper begeistert,
    hoffe es wird bei den Korsen ähnlich.
    Wünsche Euch weiterhin schöne und vor allem unfallfreie Reisen!
    Mit den besten Bikergrüßen from good old Austria
    HansS aus Atzenbrugg

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